(M)Ein Erfahrungsbericht zum LG G4

Das Vorspiel

Es ist schon wieder passiert! Ich darf als einer von 100 Personen das neue Smartphone-Flaggschiff aus dem Hause LG testen. Meine erste Reaktion nach Bekanntgabe lässt sich in etwa so beschreiben: #YeeeeeeHaaaaaw! Anders kann ich es gar nicht ausdrücken. Ich hatte ein riesiges Grinsen auf dem Gesicht. Auf den Test des LG G4 freute ich mich einfach richtig! Wie es dazu kam und was es zu berichten gibt, lest ihr hier.

LG hat das G4 Ende April der Öffentlichkeit vorgestellt. Viele Bereiche des schon sehr guten Vorgängers wurden nochmal verbessert. Darunter zählen u.a. der Prozessor, das (gebogene) Display und neue Rückseiten aus Leder. Für Aufsehen sorgte vor allem die neue Kamera. Laut Datenblatt verfügt sie über 16 Megapixel, einen neuen Laserfokus und eine lichtstarke f/1.8 Blende (!) inkl. eines manuellen Modus – und genau auf diese Kamera war ich so gespannt. Ich knipse gern mit dem Smartphone. Bisher war ich von der Fotoqualität der meisten Smartphones aber nur selten richtig begeistert. Das LG G4 versprach nun Besserung.

IMG_20150624_201258165

Auf ebendiese Kamera zielt auch die Mission, die LG den Testern auf den Weg gibt: Wir sollen besondere Momente mit dem G4 einfangen und insgesamt 100 Bilder über die #TesteG4 App veröffentlichen. Außerdem soll noch ein kurzer Erfahrungsbericht geschrieben werden. Here we go!

LG G4 im Überblick

  • Maße: 148,9 x 76,1 x 9,8 Millimeter
  • Gewicht: 155 Gramm
  • Display: 5,5“ Curved IPS Quantum Display mit 2560 x 1440 Pixel
  • Prozessor: Qualcomm™ Snapdragon 808 (6 Kerne, 1,8 Ghz, 64-Bit)
  • Akku: 3.000 mAh (wechselbar)
  • Kamera: 16 Megapixel hinten und 8 Megapixel vorn
  • RAM: 3 GB
  • Speicher: 32 GB (inkl. MicroSD-Steckplatz)

IMG_20150624_204653446

Der erste Eindruck

Gefällt! Und war gewöhnungsbedürftig. Anfangs war ich noch etwas von der Größe überrascht, aber ein 5,5“ Panel muss eben irgendwo Platz finden. Letztlich gewöhnt man sich schnell an die Maße. Das liegt mit daran, dass das G4 leicht abgerundet ist und gut in der Hand liegt. Nach einer ersten Begutachtung wollte ich mein Testgerät endlich zum Leben erwecken. Mein Daumen erledigt solche Aufgaben wie „An und Aus“ bei Smartphones weitestgehend automatisiert und unabhängig vom Gehirn. Es dauerte daher einige Zeit bis ich realisierte, dass am rechten Rand des G4 gar kein Button zum Ein- und Ausschalten angebracht war – während mein Daumen noch immer hoch und runter gleitete (irgendwo musste ja ein Schalter sein). Kleine Neuerung also für mich: Lautstärkewippe und Powerbutton sind auf der Rückseite angebracht, wie schon bei den Vorgängern.

IMG_20150624_204812889 Apropos Rückseite. Die erscheint neben den üblichen Varianten aus Kunststoff auch erstmalig in drei Varianten aus Echtleder. Leider komme ich nicht in den Genuss, ein Ledercase zu begutachten (und mit dem Moto X 2nd Gen zu vergleichen). Mein G4-Testgerät kam mit einem Backcover aus Kunststoff in Metallic-Grey. Es hinterlässt aber einen wertigen Eindruck. Unregelmäßige Spaltmaße oder lockere Bedienelemente kann ich nicht ausmachen, sodass die Verarbeitung des G4 zumindest bei mir keine Wünsche offen lässt. Die Rückseite ist zudem schnell abgenommen und kann bei Bedarf auch gegen ein Lederecover getauscht werden. Als äußerst angenehm empfinde ich die leichte Biegung des Displays bzw. Gerätes an der Querachse. Die ist nicht nur beim Telefonieren und für die Griffigkeit vorteilhaft, sondern auch beim Tragen in der Hosentasche.

Nach dem Einschalten

Ist vor der Kamera – oder so ähnlich. Natürlich wartete ich nur darauf, endlich die Kamera in Aktion zu sehen. Davor hieß es aber erstmal: Einrichten, Zurechtfinden und die inneren Werte kennenlernen. Und das ging zügig.

Das Display

Fällt zuerst auf! Im positiven Sinne.  Es misst wie beim Vorgänger 5,5 Zoll in der Diagonale und gehört eigentlich schon in die Kategorie der Phablets. Das Panel verfügt über satte 2.560 x 1.440 Pixel (QHD-Auflösung), was umgerechnet 534 Pixel pro Zoll entspricht (dürft ihr gerne nachzählen). Geschützt wird es von Gorilla Glass 3. Die leichte Wölbung des Displays habe ich ja bereits erwähnt. Laut Hersteller ist es dadurch an das menschliche Auge angepasst, sodass das Bild nicht verzerrt erscheint. Das lasse ich einfach mal so stehen. Ansonsten kann ich wirklich nur Gutes berichten: Schärfe, Helligkeit, Farben und Blickwinkel sind durchweg erstklassig. Das Display überzeugt auf voller Linie!

Die Bedienung

#Läuft! Zügig und stabil. Und das ist für mich die Hauptsache. LG verzichtet beim G4 auf den Qualcomm Snapdragon 810 und damit auf das aktuelle Prozessor-Flaggschiff. Stattdessen werkelt im G4 der etwas schwächere 808er. Auf eine Auflistung der Vor- und Nachteile beider Prozessoren verzichte ich hier. Es wurde ja schon vielfach darüber diskutiert und letztlich wird man den Unterschied im Alltag kaum spüren. Die Leistung des G4 ist mehr als ausreichend und es erledigt alltägliche Aufgaben schnell sowie zuverlässig. Dank 3 GB RAM ist  es auch für die nächsten Jahre gut gewappnet. Ergo: An der verbauten Hardware gibt es nichts auszusetzen.

Ab Werk wird das G4 mit Android 5.1 ausgeliefert. Zudem erweitert LG das Betriebssystem durch die eigene LG UI 4.0. Die Benutzeroberfläche ist ein wenig verspielter als reines Android, wirkt aber nicht übertrieben. Außerdem bringt es einige sinnvolle Neuerungen mit sich. Darunter fallen neben einer neuen Kalender- und QuickMemo-App bspw. die bekannte KnockOn-Funktion. Dadurch lässt sich das G4 aus dem Standby holen, indem man zweimal kurz auf das Display tippt. Das funktioniert schnell und (meistens) reibungslos. Eine gute Sache! Vor allem für meinen Daumen, der dann doch wieder zum Aufwecken des Smartphones gebraucht wird. Insgesamt gefällt mir die Software gut. Alles läuft flüssig und intuitiv. Nur eine Kleinigkeit stört … Android 5 und die unendliche Geschichte mit der Lautstärkeregelung. LG hat dieses Dilemma leider nicht bessern können.

IMG_20150624_201213282_HDR

Seit Android Lollipop lassen sich Benachrichtigungen bekanntermaßen in drei Kategorien (Keine, Wichtig, Alle) unterteilen. Durch einmaliges Betätigen der Lautstärkewippe kann zwischen den Kategorien gewählt werden. Normalerweise. Beim G4 ist es in meinen Augen ein wenig komplizierter. Dort fungiert die Lautstärkewippe lediglich zur Regelung der Lautstärke in der jeweiligen Kategorie. Quasi wie früher, oder? Nicht ganz. Problem ist, dass damit ein Lautlos-Modus nicht erreicht werden kann. Die Vibration lässt sich darüber nicht ausschalten, was in wichtigen Meetings oder z.B. beim Kolloquium ( 😉 ) stören kann. Um wirklich keine Unterbrechungen zu erhalten, muss erst das Benachrichtigungssystem über die (Schnell-) Einstellungen aufgerufen werden. Dort lassen sich dann die Benachrichtigungen regeln. Ein wenig mühselig. Im Endeffekt ist es aber eher meckern auf hohem Niveau und nicht gravierend.

Besonderheiten

Es gibt natürlich auch Features, die mir mehr ans Herz gewachsen sind. Neben dem Design sind diese vor allem in der Software zu finden. KnockOn habe ich ja bereits schon angesprochen, sodass ich es hier ausklammere.

Individualisierung

LG bietet mit dem hauseigenen Appstore „LG Smartworld“ die Möglichkeit, andere Themes, Klingeltöne oder sogar Schriftarten anzuwenden. Wer möchte kann damit sein ganz persönliches Look & Feel schaffen. Ich habe bisher davon abgesehen, sehe bei meiner jüngeren Schwester aber (hat das LG G2 Mini), dass die Möglichkeit der individuellen Anpassung durchaus ausgeprägt genutzt wird.

Dual Window

Ist nicht neu, aber sinnvoll. Mit Dual Window lassen sich zwei Apps gleichzeitig nutzen, indem der Bildschirm geteilt wird. Die Funktion erscheint beim Aufrufen der bereits geöffneten Apps. Beispielsweise können nun eine Mail und eine angehängte Datei parallel betrachtet werden. Sicher nicht alltäglich, aber gut für den Fall der Fälle. Schade ist, dass nicht alle Apps für Dual Window ausgewählt werden können. Facebook, Twitter & Co. fehlen, sodass das Feature noch etwas begrenzt ist. Der Anfang ist gemacht. Vielleicht bringen ein paar Updates noch Verbesserung und vor allem mehr Apps zum Auswählen. Ich würde es mir wünschen.

Der Akku

Screenshot_2015-06-25-15-22-36

Ist guter Durchschnitt! Ich lese viele positive Berichte über die Akkulaufzeit des G4. 3000 mAh müssen ja auch etwas reißen. Ich bin ehrlich gesagt noch etwas zwiegespalten und habe mir wohl etwas mehr erhofft. Klar, ich nutze mein Smartphone oft und viel. Mails, Twitter und Facebook checke ich regelmäßig. Zwischendurch noch ein paar Fotos machen und News auf Transfermarkt lesen. Gefühlt hält das G4 bei intensiver Nutzung etwas länger als meine Vorgänger (Nexus 5 und Moto X 2nd Gen). Dennoch hätte ich mir irgendwie eine längere Laufzeit gewünscht. Ich schaffe es nur selten mit einer Akkuladung über den Tag. Angesichts des Displays und der Performance ein guter Kompromiss!

Positiv hervorzuheben ist, dass das G4 sowohl über einen wechselbaren Akku verfügt als auch Fast Charging unterstützt. Das mitgelieferte Ladekabel unterstützte die Schnellladefunktion jedoch nicht.

Und sonst?

Das G4 bietet noch eine Menge weiterer Funktionen, die ich gar nicht alle hier unterbringen kann. Erwähnen möchte ich bspw. noch den Schnellzugriff über die Lautstärketasten. Drückt man im Standby zweimal die Lautstärke-Leise-Taste nimmt das G4 blitzschnell ein Foto auf (ohne erst die Kamera-App öffnen zu müssen). Des Weiteren ist die Höhe der Tastatur skalierbar, sodass auch Bauarbeiterhände treffsicher tippen können. Über einen Wisch vom Rand hin zum Display lässt sich zudem eine angepasste Tastatur zur Einhandbedienung aufrufen. Gut, wenn man in der Bahn wieder stehen muss… Ein zusätzliches Schmankerl sind die 100GB Google Drive Storage on top, die LG jedem G4-Besitzer für zwei Jahre spendiert. Da ich Drive gerne und viel nutze, ist es ein äußerst willkommenes Topping.

One more thing

Ach ja, da war ja noch was. Habe ich schon erwähnt, dass die Kamera des LG G4 das absolute Highlight ist? Nicht? Dann hole ich das wohl lieber hier nochmal nach. Mittlerweile lege ich sehr großen Wert auf die Kamera in einem Smartphone. Ich bin zwar kein Fotograf vor dem Herrn, aber ich halte einfach gerne Momente fest. Da ich als Studierender bisher auf eine System- oder Spiegelreflexkamera verzichtet habe, war das Smartphone stets erste Wahl zum Fotografieren. Meine Kamera in der Hosentasche sollte daher schnell einsatzbereit sein und insbesondere gute Fotos fabrizieren (letzteres liegt natürlich oftmals auch am Fotografen). Das LG G4 müsste laut den Spezifikationen dafür prädestiniert sein.

IMG_20150624_201015804

Nach den Angaben von LG ist es das weltweit erste Smartphone mit 16 Megapixel-Kamera UND einer lichtstarken f/1.8 Blende. #YeeHaw! Das ist doch mal eine Ansage. Bilder mit Tiefenschärfe oder Lichtspureffekte sollten damit kein Problem sein. Ein Traum für Smartphone-Hobby-Fotografen wie mich 🙂 Ernsthaft: Ich nutze diese Stilmittel gern, da es manche Bilder erst besonders macht. Außerdem sollten damit auch Fotos bei weniger guten Lichtverhältnissen gelingen. Als weitere Besonderheit der verbauten Kamera gibt LG den sogenannten Color Spectrum Sensor an. Dahinter verbirgt sich ein Infrarotsensor mit dessen Hilfe Bilder in originalgetreuen Farben aufgenommen werden sollen. In der Theorie klingt das alles wahnsinnig gut. Fraglich also, wie sich die Kamera des G4 in der Praxis schlägt.

Bevor ich hier weiter lange Reden schwinge, möchte ich euch einfach eine kleine Galerie mit Fotos präsentieren. Alle Bilder stammen vom LG G4 und sind in verschiedenen Situationen in den letzten Tagen entstanden. Nur so viel: Es macht wirklich riesigen Spaß mit der Kamera zu experimentieren! Klickt einfach mal durch und überzeugt euch selbst von der Qualität.

Ich freue mich sehr über Tipps und Meinungen zu den Bildern bzw. zur Qualität! Ihr dürft euch gern ausgiebig via Kommentar auslassen. Vielleicht gelingen dann noch bessere Aufnahmen. Wer weitere Fotos vom LG G4 sehen möchte, dem sei die Galerie zu #100GreatMoments empfohlen. Dort gibt es nochmal eine schöne Auswahl der besten Einsendungen.

In meinen Augen glänzt die Kamera des LG G4 vor allem in drei Punkten. Erstens ist sie ein der perfekte Begleiter für den Alltag: Sie ist schnell einsatzbereit, sie fokussiert schnell und scharfe Fotos gelingen beim ersten Versuch. Zweitens trumpft das G4 vor allem bei Aufnahmen mit schwierigen Lichtverhältnissen auf. Hier war ich wirklich erstaunt, was aus einer Smartphone-Kamera herauszuholen ist. Das liegt u.a. auch an Punkt drei: Dem manuellen Modus. Damit lassen sich nochmal richtig gut Feineinstellungen vornehmen. ISO, Verschlusszeit und Fokus – alles per Hand anpassbar. Richtig gut! Solche Einstellungsmöglichkeiten habe ich bisher in noch keinem (Android-)Smartphone vorfinden können.

Alles in allem ist die Kamera im G4 dafür verantwortlich, dass bei mir nach wie vor der Wow-Effekt anhält. Sie ist der i-Punkt. Sie ist die Kirsche auf der Sahne. Sie ist der Mario Götze in der 113. Minute. Sie ist der große Trumpf für LG im hart umkämpften Premium-Segment. Und ganz nach meinem Geschmack! Durch sie ist das LG G4 mein persönliches Smartphone-Highlight des Jahres.

Fazit

Das G4 ist anders. Anders als seine Konkurrenten. Der Akku ist wechselbar und der Speicher erweiterbar. Welches High-End-Gerät bietet das schon? Dafür gibt es aber auch mehr Kunststoffanteil als bei der Konkurrenz.

Das G4 überzeugt. Auf (fast) ganzer Linie. Das Design, das exzellente Display, die starke Performance und eine unglaublich gute Kamera machen das G4 zu einem der besten Smartphones 2015. Kritikpunkte sind in meinen Augen die durchschnittliche Akkulaufzeit und kleinere Software-Makel.

Unterm Strich bietet das LG G4 eine der derzeit besten Smartphone-Erfahrungen. Das Highlight ist ohne Wenn und Aber die verbaute Kamera. Besser geht es eigentlich nicht. Nicht im Jahr 2015. Ich hätte mein Traum-Smartphone gefunden – wenn ich das G4 nicht wieder hergeben müsste 😦 Am 10. Juli endet die Testphase und ich muss das Testgerät wieder zurück an LG senden. Schade! Mein Daumen und ich haben uns gerade daran gewöhnt 😉

Wer ein Smartphone sucht, was erstklassige Technik aus dem Jahr 2015 vereint und vor allem mit herausragender Kamera glänzt, wird mit dem LG G4 sicher glücklich. Ganz klare Kaufempfehlung von mir!

Advertisements

3 Gedanken zu “(M)Ein Erfahrungsbericht zum LG G4

  1. Martin Durek schreibt:

    Hat dies auf martin durek | @dureks rebloggt und kommentierte:
    Da LG mich leider nicht als Tester haben wollte. (Danke auch… :p), muss ich eben einen Test rebloggen. 😉 Dieser Hannes, ein guter Freund des Dureks, hat das in meinen Augen beste Smartphone bisher aus 2015 genau unter die Lupe nehmen dürfen. Ob er es auch gut findet? Lest selbst:

    Gefällt mir

  2. Thorsten Fege schreibt:

    Danke für den Test! Habe das LG G4 nun seit zwei Wochen und kann mich in vielem Deinem Ergebnis anschliessen.

    Kaufgrund waren waren die exzellente Kamera (da musste ich mich auf die diversen Test und Youtube verlassen) und das handschmeichelnde Design. Keine scharfen Kanten, gewölbte Rückseite, leicht gewölbtes Display, einfach klasse. Der Schirm ist mit 5,5″ nur unwesentlich kleiner als der meines bisherigen Galaxy Note 3 und auch des aktuelle Note 4.

    Ich habe die in Test erwähnten Bauarbeiterhände, das Telefon ist also auch mal im etwas härteren Einsatz und nicht nur im Bürobetrieb. Es steckt dabei in einem Sleeve, die meine Frau für alle unsere Telefone selbst gestaltet und näht. Die Tastatur habe ich mir etwas grösser aufgezogen, die Funktion ist wirklich ein nettes Feature.

    Das Display gefällt mir sehr gut, die Farben sind angenehm. Voll aufgezogen ist es auch bei Sonne recht gut ablesbar, für gewöhnlich habe ich es auf etwa 75% gedimmt. Die leichte Krümmung ist angenehm beim Telefonieren.

    Fast alles ist einhandbedienbar, unterstützt wird das durch die Lautstärkewippe und den Button zentral auf der Rückseite sowie KnockOn. Die Kamera lässt sich von idiotensicherer Automatik ohne Mick und Mack bis hin zu einer einen fast erschlagenden Vielfalt an Einstellungsmöglichkeiten betreiben. Mir genügt im Alltag der Automatikmodus, die Resultate übertreffen dabei alles, was ich bisher mit Mobiltelefonen erreicht habe. Und ich fotografiere wirklich viel.

    Die Sprachqualität beim Telefonieren ist sehr gut. Auch beim Freisprechen über das interne Mikrofon und den Lautsprecher geht die Qualität in Ordnung. Das gilt auch für die mitgelieferten Kopfhörer, die zudem in recht edler Optik daherkommen.

    Das Stummschalten lässt sich derzeit weder über die Wippe noch die Schnelleinstellungen aktivieren, das liegt jedoch in Android 5.1 begründet. Ich umgehe das Problem durch komplettes Stummschalten des Telefons, Anrufe, Mails usw. werden über eine Smartwatch signalisiert.

    Anders als bei den Akku-Monstern der Note-Reihe, bei denen ich problemlos auch mal zwei Tage ohne Nachladen auskam, muss ich beim G4 schon ein wenig aktiver beim Stromsparen sein. Das lässt sich durch eine gut eingerichtete Managementfunktion aber gut erledigen. 24 Stunden bin ich aber immer ausgekommen.

    Womit wir schon beim grössten Minus des G4 wären, der fehlenden Schnellladefunktion des Laders. Der Snapdragon 808 bringt die Funktion von Hause aus mit, nur das mitgelieferte Ladegerät eben nicht. Bei einem Telefon in dieser Preisklasse ist das aus meiner Sicht absolut unverständlich. Am Lader des Note Edge angeschlossen kann man der Akkuanzeige des G4 beim Steigen zusehen, in einer Viertelstunde werden 30% draufgeschaufelt. Es funktioniert also.

    Fazit:
    Das LG G4 erfüllt alle die Erwartungen, die ich an ein aktuelles Android-Telefon der Oberklasse stelle, auf beste Art und Weise. Design und Haptik sind ansprechend, ich nehme das G4 gern und oft in die Hand. Wer aktuell nach einem richtig guten Smartphone sucht, sollte das G4 in jedem Fall mit in die engere Auswahl nehmen.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s